Hier könnt Ihr Euch einen kurzen Überblick über die

Vererbung verschaffen

 

Vorwort:

 

Sicherlich gibt es Menschen, denen Farbzuchten zu weit gehen. Und jeder muss für sich selbst

entscheiden, ob er sich für eine Wildform oder eine Farbvariante entscheidet. Denn immerhin

haben Farbzuchten in keinster Weise etwas mit einem Bastard zu tun.

Jemand, der nur wildfarbene akzeptiert, sollte demjenigen gegenüber der lieber einen Albino

oder Piebald möchte, die gleiche Toleranz entgegenbringen, die er für sich selbst erwartet!

Man sollte immer bedenken, dass die allerersten Farbmorphs in der freien Natur entstanden sind. 

 

 

Der dominant-rezessive Erbgang:

 

Bei diesem Erbgang ist immer ein Allel ( Erscheinungsform der Gene) dominant und unterdrückt

das andere. Dominant ist in erster Regel immer das natürliche Aussehen, das andere wird folglich

als rezessiv bezeichnet. So wird von Natur aus, einer ungewollten Veränderung, sozusagen ein Riegel

vorgeschoben. Damit die Mutation im Phenotyp (äußerliche Erscheinung) zum Vorschein kommt,

müssen beide Gene in mutierter Form vorliegen.

Tiere, die wildfarben und ohne mutierte Gene sind bezeichnet man als homozygot dominant.

Die Exemplare, die ein Allel in Wildtyp und eines in mutierter Form haben, nennt man heterozygot,

sind aber im äußeren Erscheinungsbild wildfarben.

Wenn beide Gene mutiert sind, nennt man sie homozygot-rezessiv. Ein typisches Beispiel hierfür

ist die amelanistische ( Albino) Farbform. Diese Tiere sind homozygot-rezessiv, kreuzt man solch ein

Tier mit einem wildfarbenen so sind 100% der Nachkommen heterozygot, d.h. sie haben zwar ein

mutiertes Gen, sind jedoch im Phenotyp wildfarben.

Am leichtesten lässt sich dies mit dem Punnetschen Quadrat verdeutlichen, wie im unteren Beispiel:

 

 

 

Beim Punnetschen Quadrat werden die Gene der Elterntiere in Buchstabenform in eine Tabelle einge-

tragen. Großbuchstaben stehen für dominante und Kleinbuchstaben dementsprechend für rezessive

Anlagen. Hieraus resultiert ein leicht abzulesendes mathematisches Verhältnis.

 

 

                                             Verpaarung: kk (Albino) x KK ( Wildform)

 

                                                             

 

 

                                        Ergebnis: 100% heterozygote wildfarbene Tiere (Kk)

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                                         Verpaarung: Kk (heterozygot) x Kk (heterozygot)

 

                                                               

 

                                                                    Ergebnis:

                                            25% homozygote normalfarbige Tiere (KK)

                                            50% heterozygote normalfarbige Tiere (Kk)

                                            25% amelanistische (Albino) Tiere (kk)

 

Die normalfarbigen Tiere in diesem Beispiel werden 66% possible het für Albino genannt, da rein rechnerisch

2 Drittel der normalgefärbten Tiere heterozygot sind, man dieses den Tieren aber nicht ansieht.

 

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                        Verpaarung: kk (amelanistisch, Albino) x Kk (heterozygot normalfarbig)

 

                                                                

 

                                                                     Ergebnis:

                                             50% heterozygote normalfarbige Tiere (Kk)

                                             50% amelanistische (Albino) Tiere (kk)

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Der co-dominante Erbgang:

Bei diesem Erbgang reicht es, mit nur einem mutierten Gen den veränderten Phenotyp zu erreichen.

Als Beispiel dient eine Pastel-Jungle. Kreuzt man diese mit einem wildfarbenen Typ, so werden rechnerisch

die Hälfte der Jungtiere auch Pastels sein.

Verpaart man nun zwei Pastel-Jungle miteinander, resultieren 25% normalgefärbte, 50% Pastel-Jungles und

25% vollkommen anders noch intensiver gefärbte Tiere. Diese neue Variante nennt man Super-Pastel.

Dementsprechend wären die Pastel-Jungle die heterozygote Form der Super-Pastel. Anders wie bei sämtlichen

anderen heteros, sieht man ihnen das aber sehr deutlich an.

 

 

 

Intermediär:

 

Intermediär heißt, dass sich eine Veränderung auf die Nachkommen überträgt. Allerdings immer mit der

Tendenz zum Normalen. Anders gesagt, es passt sich an.